Zwei Bankerl, zwei Geschichten – Die Gewinner der Nachbarschaftsbank

Ein Bankerl kann viel mehr sein als eine Sitzgelegenheit. Es kann ein Treffpunkt sein, ein Ort für spontane Gespräche und vor allem ein Platz, an dem man gerne zusammenkommt.

Im Rahmen der Initiative „Nachbarschaft leben“ der Kultur.Region.Niederösterreich und MeinBezirk durften sich heuer gleich zwei Nachbarschaften über ein eigenes Nachbarschaftsbankerl freuen: Voitschlag und Limberg.

Was beide Orte verbindet? Eine Gemeinschaft, die das Miteinander nicht nur verspricht, sondern im Alltag lebt.

In Limberg gehört die Nachbarschaftskneipe einfach dazu

Limberg,
am 21. Juli 2026

Auch in Limberg hat das neue Nachbarschaftsbankerl bereits seinen Platz gefunden – mitten in einer Gemeinschaft, die sich schon seit Jahren regelmäßig zum Plaudern und Zusammensitzen trifft.

Gerhard Manhart holte das Bankerl für sein Grätzl, angeregt von seinem Nachbarn Hermann Wammerl. Besonders passend ist der neue Treffpunkt deshalb, weil es in Limberg bereits seit rund zwei Jahren eine ganz besondere Tradition gibt: die Nachbarschaftskneipe.

In einem kleinen Einbahn-Gasserl treffen sich dort regelmäßig zehn bis zwölf Anrainerinnen und Anrainer ganz unkompliziert. Es wird geplaudert, gelacht, gemeinsam ein Bier getrunken und – wenn nötig – auch gegenseitig geholfen.

Zur Ankunft des neuen Bankerl wurden kurzerhand zusätzliche Bänke, Sessel und Tische aufgestellt. Dazu gab es Weckerl, Aufstriche, Knabbereien und natürlich Getränke. So wurde die Übergabe gleich zu einem gemütlichen gemeinsamen Auftakt.

Dass die Gemeinschaft in Limberg das ganze Jahr über funktioniert, zeigt auch eine eigene WhatsApp-Gruppe. Dort werden Geburtstage organisiert, Halloweenfeste angekündigt oder ganz selbstverständlich Hilfsangebote vermittelt.

Und wenn es draußen kälter wird? Dann wird der Treffpunkt kurzerhand mit Glühwein winterfest gemacht 

Das neue Nachbarschaftsbankerl ist damit bestens aufgehoben: an einem Ort, an dem Gemeinschaft bereits gelebt wird und an dem auch in Zukunft viele Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Stunden stattfinden können.

Ein Bankerl zieht ein – und ganz Voitschlag feiert mit

Voitschlag, 
am 23. Juli 2026

In Voitschlag wurde die Ankunft des neuen Nachbarschaftsbankerls kurzerhand zum kleinen Dorffest.

Die Vorfreude war groß: Ein eigens gestaltetes Flugblatt hatte die Bewohnerinnen und Bewohner über die Ankunft informiert. Zahlreiche Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner ließen es sich daraufhin nicht nehmen, den besonderen Moment gemeinsam zu feiern.

Bei Kuchen, Brötchen und gemütlichem Beisammensein wurde das neue Bankerl willkommen geheißen. Für einen ganz besonderen Blickfang sorgte Gewinnerin Christine Preisinger: Sie hatte eigens eine kunstvoll verzierte Torte gebacken, auf der sogar ein kleines Bankerl thronte.

Seinen Platz fand das neue Nachbarschaftsbankerl schließlich vor dem Dorfgemeinschaftshaus – einem Ort, der selbst schon viel Geschichte mit sich bringt und heute als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft dient.

Für Christine Preisinger ist Voitschlag längst zu einem echten Zuhause geworden. Als „Zuagroaste“ aus Gmünd hat sie im kleinen Dorf mit 77 Einwohnerinnen und Einwohnern nicht nur einen Wohnort, sondern vor allem Gemeinschaft gefunden.

Und genau das macht für sie gute Nachbarschaft aus: Wenn jemand Hilfe braucht, ist jemand da.

Das Bankerl ist damit genau am richtigen Platz gelandet. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus soll es künftig zum Sitzen, Plaudern und Zusammensein einladen.

Zwei Bankerl, die Nachbarschaft verbinden

Ob vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Voitschlag oder mitten in der Nachbarschaftskneipe in Limberg – beide Bankerl haben ihre ganz eigene Geschichte.

Sie zeigen, dass es für einen guten Treffpunkt nicht viel braucht: einen Platz zum Sitzen, Menschen, die gerne zusammenkommen, und die Bereitschaft, einander zu helfen.

Denn manchmal beginnt gute Nachbarschaft ganz einfach mit einem „Setz dich her“ und daraus entstehen Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Zeit.