Großaigen gewinnt – und das ganze Dorf feiert

Gemeinsam feiern, einander helfen und füreinander da sein: In Großaigen wird gute Nachbarschaft nicht nur großgeschrieben, sondern aktiv gelebt.

MANK/BEZIRK MELK. Großaigen hatte allen Grund zum Feiern: Gemeinsam mit MeinBezirk und der Initiative „Nachbarschaft leben“ der Kultur.Region.Niederösterreich wurde zum großen Nachbarschaftsfest geladen. Den Hauptpreis dafür hatte Tobias Perger vom Grossaigner Sport- und Freizeitverein unter rund 8.000 Einsendungen nach Großaigen geholt.

Rund 160 Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem ein Foodtruck mit 250 kostenlosen Burgern vom Hotel Wachau, die Getränke wurden von SPAR gesponsert. Auch die Großaigner selbst trugen zum Fest bei und versorgten die Gäste mit selbst gebackenen Mehlspeisen und einer eigens angefertigten Großaigner Torte.

„Ein durchaus gelungenes Fest. Besonderer Dank gilt allen freiwilligen Helfern und der Kulturregion NÖ mit Pamina Eigelsreiter und Martin Lammerhuber“, freute sich Tobias Perger.

Tatkräftig mit dabei waren auch Dorfjugend-Obfrau Sandra Frank, David Janisch vom Grossaigner Sport- und Freizeitverein sowie Bürgermeister Martin Leonhardsberger. Für ordentlich Stimmung sorgte das Stoaberg Trio, gemeinsam wurde außerdem das eigene Großaigner Dorflied angestimmt. Auch das Maskottchen von Großaigen wurde präsentiert. Eine Hüpfburg und eine Fotobox rundeten das Programm ab.

„Kein Algorithmus kann gute Nachbarschaft ersetzen“

Als Ehrengast war Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dabei. Sie schnitt die Großaigner Torte an und übernahm den Bieranstich. Vom Zusammenhalt im Ort zeigte sie sich beeindruckt: „Hier kennt man sich, hier hilft man sich und hier feiert man miteinander. Man spürt: Hier leben Menschen gerne.“

Gerade in einer zunehmend schnelleren und digitaleren Welt sei das persönliche Miteinander besonders wichtig. „Wir brauchen Orte, an denen miteinander geredet wird und nicht übereinander. Kein Algorithmus dieser Welt kann eine gute Nachbarschaft ersetzen“, betonte Mikl-Leitner.

Nachbarschaft das ganze Jahr über

Dass Gemeinschaft in Großaigen nicht nur an diesem Tag großgeschrieben wird, zeigt ein Blick auf das Veranstaltungsjahr. Vom Maifest und Sonnwendfeuer über den Adventmarkt bis hin zum Mostviertler Bike Marathon gibt es zahlreiche Gelegenheiten, bei denen die Dorfgemeinschaft zusammenkommt. Auch in schwierigen Situationen, etwa bei Hochwasser oder anderen Notlagen, hält man zusammen.

Genau solche Beispiele möchte die Initiative „Nachbarschaft leben“ sichtbar machen. Denn Vereine, Ehrenamtliche sowie engagierte Nachbarinnen und Nachbarn schaffen Begegnungsmöglichkeiten und leisten damit auch einen Beitrag gegen Einsamkeit und Isolation.

„Mit der Initiative ‚Nachbarschaft leben‘ wollen wir auch zukünftig persönliche und berührende Nachbarschaftsgeschichten vor den Vorhang holen und das gelebte Miteinander sichtbar machen“, betonte Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich.