Radio 4/4 live aus Deutsch-Wagram zum Tag der Nachbarschaft

Im Zeichen des Miteinanders stand die beliebte ORF Niederösterreich-Sendung „Radio 4/4“, die anlässlich des Internationalen Tags der Nachbarschaft live vom Marktplatz in Deutsch-Wagram übertragen wurde. Gemeinsam mit der Kultur.Region.Niederösterreich wurde ein stimmungsvolles Zeichen für Zusammenhalt, Offenheit und gelebte Gemeinschaft gesetzt.

© Franz Gleiß

Bei musikalischer Begleitung von Jazz Gitti und Gary Lux führte ORF NÖ-Moderatorin Tanja Krassemjier durch einen Nachmittag voller persönlicher Geschichten, und inspirierender Gespräche über den Wert guter Nachbarschaft – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und zunehmender Anonymität.

„Nachbarschaft beginnt dort, wo Menschen einander zuhören und füreinander da sind“, betonte Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich. Der Tag der Nachbarschaft sei weit mehr als ein Aktionstag: „Wir wollen Bewusstsein dafür schaffen, dass Gemeinschaft aktiv gestaltet werden muss – durch Begegnungen, Kultur und das ehrliche Interesse am Gegenüber. Der Tag der Nachbarschaft bietet eine gute Gelegenheit einmal Danke zu sagen“

Wie wichtig Nachbarschaft gerade im Wohnbau ist, unterstrich Michael Kloibmüller, Geschäftsführer der WETgruppe, Niederösterreichs größtem gemeinnützigen Bauträger und Kooperationspartner des Aktionstages. „Bei unseren Projekten legen wir großen Wert auf Begegnungszonen – sei es durch Gemeinschaftsräume, Grünflächen oder Kinderspielplätze. Bereits bei der Schlüsselübergabe bringen wir die künftigen Nachbarinnen und Nachbarn zusammen und schaffen die Möglichkeit für ein erstes Kennenlernen. Mit Initiativen wie einer Nachbarschaftsbank fördern wir Austausch und Gemeinschaft“, so Kloibmüller.

Auch Bürgermeister Markus Mentl-Weigl hob die Bedeutung des Zusammenhalts in Gemeinden hervor: „Eine gute Nachbarschaft macht das Leben lebenswerter. Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebiger geworden ist, sind persönliche Begegnungen, gegenseitige Unterstützung und ein achtsames Miteinander wichtiger denn je. Eine starke Gemeinde lebt davon aufeinander zu schauen und gemeinsam – auch auf mitunter steinige Wegen – zusammenzuhalten.“

Sehr persönliche Einblicke gab Cornelia Blümel von der Senioren-Ortsgruppe Engelhartstetten. Für sie sei Nachbarschaft ein tägliches Geben und Nehmen: „Ein freundliches Gespräch, ein gemeinsamer Kaffee oder Hilfe im Alltag – oft sind es die kleinen Gesten, die Menschen verbinden.“ Mit Projekten wie dem beliebten „Tratschkaffee“ schafft sie Orte der Begegnung und des Austauschs.

Auch Doris Maurer, Geschäftsführerin von NachbarschaftsKultur, unterstrich die Bedeutung gelebter Nachbarschaft: „Die Menschen sehnen sich nach Nähe. Mit unseren Angeboten fördern wir nachbarschaftliche Hilfe, schaffen Begegnungsräume und unterstützen im Alltag – von Besuchsdiensten bis zu gemeinsamen Aktivitäten. So stärken wir den Zusammenhalt und ergänzen bestehende Unterstützungsangebote direkt vor Ort.“

Der Internationale Tag der Nachbarschaft erinnerte in Deutsch-Wagram eindrucksvoll daran, wie wertvoll echtes Miteinander ist – beim gemeinsamen Plausch über den Gartenzaun oder durch kleine Gesten im Alltag. Denn gelebte Nachbarschaft stärkt nicht nur Gemeinden, sondern das soziale Fundament der gesamten Gesellschaft.