Die neuen Technologien können durchaus Begegnung fördern: Gelebte SOCIAL MEDIA Nachbarschaft

„Treffen wir einander im Gemeinschaftsraum – oder auf WhatsApp?“ – „Sehen wir uns auf der 3er Stiege – oder auf Zoom?“ – Bis bald … auf Facebook ·  Instagram · YouTube · XING ·  LinkedIn · Pinterest · Snapchat · TikTok  ·  Flickr · Telegram  · X (ehemals Twitter) … 

Sind das Fremdwörter für Sie? Sprechen Sie NICHT (auf) „social media“? – Dann gehören Sie tatsächlich zu einer Minderheit … Die sogenannten Social-Media-Plattformen regieren unsere Kommunikation – stundenlang tagtäglich auf unseren zu Minicomputern gewandelten Mobiltelefonen. 

Facebook bleibt trotz Konkurrenz Spitzenreiter: Mit weltweit 3,07 Mrd. monatlich aktiven TeilnehmerInnen das größte digitale Netzwerk.

Auch YouTube, die größte Video-Plattform der Welt, behauptet mit 2,5 Milliarden Nutzer/innen pro Monat seinen Spitzenrang. Mit rund 2 Milliarden Benutzer/innen jeden Monat erfreut sich auch Instagram großer Beliebtheit.

WhatsApp ist mit ebenfalls 2 Milliarden Anwendern weltweit der hierzulande meistgenutzte Messenger-Dienst – mit über 80 Prozent Nutzung in Österreich, also enorm wichtig für direkte Kommunikation. – Und damit auch ein bedeutender Faktor für die Pflege und Intensivierung der Nachbarschaft. 

Es gibt immer mehr WhatsApp-Gruppen – neben jenen von Schule, Fitnessrunde, Familie, Freunden/Freundinnen verstärkt auch dieNachbarschafts-Whats-App-Community. 

Ja, natürlich ist das Maß langsam voll: Nicht noch mehr Zeit am Handy verbringen! Aber, dosiert eingesetzt, bringt diese Option auch große Chancen: „Hat wer von Euch noch Milch? Mein Kind möchte unbedingt Palatschinken …“ – Wo früher eine mutig-mühevolle nachbarschaftliche Tür-Klopf-Runde angesagt war, geht das heute blitzschnell über eine kleine Handy-Nachricht …  WhatsApp – das neue Schwarze Brett

Damit eine nachbarschaftliche Social-Media-Gruppe nicht zur Plage wird, bedarf es Achtsamkeit und Verantwortungs-Gefühl für Inhalte: Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten: mit Respekt! Beleidigende, rassistische oder diskriminierende Kommentare sind tabu. - Glauben Sie nicht alles sofort; überprüfen Sie die Quelle und suchen Sie nach Bestätigung, bevor Sie etwas teilen.  Apropos: Vielleicht stellen Sie in Ihre Gruppe nur RELEVANTE Dinge/Termine, weniger/keine Witzchen ... - Denken Sie nach, bevor Sie posten, denn einmal Veröffentlichtes lässt sich kaum löschen; achten Sie auf Urheberrechte. Und: Ignorieren Sie provozierende Kommentare, steigen Sie nicht in sinnlose Diskussionen ein. (Ihre) Zeit ist kostbar!

Nicht zuletzt: Social Media sind immer nur die ZWEITBESTE Kommunikationsform – suchen Sie das persönliche Gespräch mit Ihren Nachbarn …  © Manfred Greisinger